Geschichten über Pfarrer, Scharfrichter und die Dorferneuerung

Stadtteil

Mit Menschen gefüllt wie sonst nur an der Spachbrücker Kerb war am vergangenen Sonntag der Platz vor der Freiwilligen Feuerwehr in Spachbrücken. Die lokale SPD hatte zum Rundgang durch den Ort geladen und alle waren gekommen. Ob mit Kinderwagen, aus Reinheim, Ueberau, das Interesse an der laufenden Dorferneuerung war beeindruckend groß.

Dabei kann Spachbrücken ja auch schon einige Erfolge vorweisen, meinte Ortsvorsteher Günter Göckel. Beleg war das hinter ihm aufstrebende sanierte Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr. Bezug der neuen Räume soll im Frühjahr sein, danach geht die Renovierung des „alten Spritzenhauses“, künftig Vereinshaus, los.

 

Und das war auch schon das Startzeichen für die Interessierten, die sich zum nächsten Haltepunkt an der Evangelischen Kirche aufmachten. Schnell war noch der Schlüssel für den Kircheneingang bei Pfarrer Frieder Schmidt organisiert. Dann konnte Bürgermeister Karl Hartmann allerlei Wissenswertes über die wechselvolle Geschichte und Geschichten der Spachbrücker Pfarrer vergangener Jahrhunderte erzählen. Die stellten schon im 16. Jahrhundert „allerhand Sünd, Schand und Laster“ bei den jungen Burschen fest und beklagten, dass der Wirtshausbesuch häufiger stattfinde als der Gottesdienst. Lob des Bürgermeisters gab es  für die Spachbrücker Abendmusiken, ein besonderes kulturelles Angebot und schon stand die Wanderschar einige Meter weiter auf der Fläche des künftigen „Dorfplatzes“. Wo sich einst an der Erbacher Straße Richtung Friedhof die Brauerei Göckel befand und dahinter die sogenannte „alte Kaserne“,  wird in den kommenden Monaten ein neuer Treff- und Feierpunkt entstehen. Nach der Fertigstellung soll dann die Spachbrücker Kerb in diesen Bereich verlegt werden.

Die alte B 38-Ortsdurchfahrt ist kaum mehr zu erkennen. Nachdem neue Wasser- und Kanalleitungen, Telekom und Gas verlegt wurden, ist ein Großteil der Ortsdurchfahrt bereits mit Pflaster belegt, sind neue Bushaltestellen entstanden, Straßenleuchten gestellt und schon die eine oder andere Hausfassade renoviert worden. Die Kosten werden sich auf rund 3 Millionen Euro belaufen. Erhalten bleiben in der Ortsmitte die 3 Platanen, ihre Vorgänger mussten in den 70er Jahren dem Ausbau der Ortsdurchfahrt weichen. Damals befuhren noch rund 20 000 Fahrzeuge täglich die Straße nach Darmstadt, künftig wird mit nur noch 1000 Fahrzeugen pro Tag gerechnet, hauptsächlich Ziel und Quellverkehr der 2200 Einheimischen.

Wenige Meter weiter gaben Bürgermeister Karl Hartmann und Ortsvorsteher Günther Göckel dann noch ein paar Informationen über die Spachbrücker Wasserversorgung. In früheren Jahrhunderten waren es meist Ziehbrunen, davon mindestens 6 Öffentliche. Der letzte entstand im Jahr 1901. Dann folgte der Bau von Wasserleitungen und Hochbehälter. In den 1980er Jahren wurde Spachbrücken an die Reinheimer Versorgung angeschlossen.

Da in letzter Zeit auch Gerüchte in Spachbrücken kursierten, die Friedhofstraße werde dauerhaft als Durchgangsstraße geöffnet, wurde am Schluss der Veranstaltung noch einmal auf die Rechtsetzung im 16. und 17. Jahrhundert in Spachbrücken und die damaligen Scharfrichter-Gebühren hingewiesen.

„Wer Falsch Zeugnis redet, kann froh sein, in unserer Zeit zu leben“, meinte denn auch ein Teilnehmer und setzte sich mit den Wegbegleitern in Gang zum Sportheim des FSV Spachbrücken. Dort unterhielten sich die Bürger noch lange mit den Vertretern der SPD, die sich für das neue Stadtparlament oder den Ortsbeirat bewerben, so Karl und Marc Lantelme, Karlheinz Flatten, Thomas Knöll, Herbert Rapp, Dr. Wolfgang Schmidt (ehemals Spachbrücker Arzt), dessen Tochter Vera, Petra Kutzer und Tanja Karl, Tilly und Philipp Butschek, Annika Schmid, Eva Focher,  Jutta und Meike Vonderschmitt, Harald Heiligenthal und Günter Göckel.

Dank sagte Bürgermeister Karl Hartmann an Peter Kühn, der seinen 75. Geburtstag feiern konnte und er gratulierte Erich Müller zu seinem 60. Jubiläum als Vereinsmitglied und Schiedsrichter. Mit Familie Wolf, Ottmar Schuchmann und Dieter Ganss standen bewehrte Kräfte hinter dem Tresen des FSV-Vereinsheimes und versorgten die Teilnehmer/innen zum Abschluss mit wärmenden Getränken und Speisen.

 
 

Bürgersprechstunde zum Reinheimer Markt

Bürgermeister Hartmann lädt ein zur Bürgersprechstunde am Reinheimer Markt
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möchten Sie sich Gehör verschaffen? 
Termine für die Bürgersprechstunde können Sie mit dem Vorzimmer des
Bürgermeisters unter der 06162/805-25 oder unter vorzimmer@reinheim.de
vereinbaren.

 

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