„Glückskäfer“ in städtischer Hand

Stadtpolitik

Aus dem Darmstädter Echo vom 07.01.2016 von Klaus Holdefehr

KINDERBETREUUNG Elternverein gibt Trägerschaft der Krippe im Reinheimer Stadtteil Georgenhausen ab

GEORGENHAUSEN. In Regie der Stadt Reinheim wird jetzt eine kleine Krippeneinrichtung im Stadtteil Georgenhausen betrieben, die bis dato in Trägerschaft des Elternvereins „Groß und Klein“ war. Gestern kam es zur symbolischen Schlüsselübergabe an Reinheims Bürgermeister Karl Hartmann.

„24 Plätze in zwei Gruppen“, bilanziert die neue Leiterin Dagmar Klammer-Neuroth, die gestern ihren ersten Tag hatte. Es seien aber nicht durchweg Vollzeit-Plätze, sondern es gebe auch verschiedene Timesharing-Modelle, so die Cheferzieherin, während eine Gruppe von Ein- und Zweijährigen in gemächlichem Tempo für den Freigang auf dem Außengelände präpariert wird.

Dramatische Monate für den Verein

Business as usual – so sieht es auf den ersten Blick aus. Doch dem Trägerwechsel sind anscheinend Monate voller Dramatik vorangegangen. Das wissen Birgit Schulmeyer und Sylwia Bieber zu berichten, die seit Oktober dem Verein vorstehen und sich mit tiefroten Zahlen konfrontiert sahen, die beinahe den Weg zum Insolvenzgericht gewiesen hätten.

 

Oder zum Bürgermeister. Die Stadt hat dem seit 1989 existierenden Verein schließlich schon einmal unter die Arme gegriffen. „Wir haben 2008 die beiden Doppelhaushälften hier in der Martin-Niemöller-Straße zu einer kleinen Kita umgebaut, weil die Räumlichkeiten des Vereins nicht mehr genug Raum boten“, berichtet Hartmann.

2013 kam dann das Kinderförderungsgesetz mit neuen Maßgaben für Gruppengrößen und Personalschlüssel, und es scheint, als sei die Umsetzung dieser Vorgaben für die „Glückskäfer“-Einrichtung nicht so recht gelungen.

„Dabei haben sich viele Vereinsmitglieder ehrenamtlich in hohem Maße engagiert“ betonen Schulmeyer und Bieber, lassen aber auch durchblicken, dass bestimmte Aufgabenstellungen kaum noch ehrenamtlich zu bewältigen waren.

Also gab es einen lauten Hilferuf Richtung Rathaus, und der wurde auch gehört. „Die ordnungsgemäße Fortführung des Betriebs war durch den Trägerverein „Groß und Klein“ nicht mehr zu gewährleisten, die finanziellen Belastungen durch die Bestimmungen des Gesetzes nur schwer überschaubar“, so der Bürgermeister beim Ortstermin.

Also hat die Stadt den Betrieb übernommen und ist jetzt Dienstherr für die zwölf Erzieherinnen, die sich die Betreuung der Kinder in unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen teilen. Der Verein hat dem neuen Träger die komplette Einrichtung gespendet. Nur die Chefin ist neu, war aber schon längere Zeit in anderen Kitas in städtischen Diensten tätig.

Das Essen kommt jetzt vom Caterer

Sonst bleibt alles beim Alten. Fast. „Das Essen liefert jetzt ein Caterer“, sagt Dagmar Klammer-Neuroth. „Bisher haben die Eltern hier noch selbst gekocht“, ergänzt Birgit Schulmeyer, „alle mit Gesundheitsausweis natürlich.“ So schwindet mit der Professionalisierung auch ein Teilhabe-Modell.

Dass es trotzdem weiter geht, dafür steht symbolisch Greta Siebrecht. Sie ist mit ihren Eltern Ulla-Britt Siebrecht und Carlos Almeda zufällig zum Erlebnis der symbolischen Schlüsselübergabe auf dem Außengelände gekommen „und wird heute angemeldet“, so der Papa.

 
 

Bürgersprechstunde zum Reinheimer Markt

Bürgermeister Hartmann lädt ein zur Bürgersprechstunde am Reinheimer Markt
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Termine für die Bürgersprechstunde können Sie mit dem Vorzimmer des
Bürgermeisters unter der 06162/805-25 oder unter vorzimmer@reinheim.de
vereinbaren.

 

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